IGS Bremervörde

Vorteile einer Integrierten Gesamtschule:

Keine frühzeitige Sortierung

Kinder werden nicht im Alter von 10 Jahren in “Schubladen” sortiert, die über ihren späteren Bildungserfolg weitgehend vorentscheiden. Insbesondere den vielen „Spätzündern“ wird das gemeinsame Lernen besser gerecht, denn die Vorentscheidung über ihren späteren Schulabschluss wird nicht am Ende der 4. Klasse getroffen. Jedes Kind bekommt an der IGS seine Chance.

Die Mehrheit der Schülerinnen und Schüler sind sicher nicht passgenaue Gymnasiasten, passgenaue Realschüler, passgenaue Hauptschüler, passgenaue Förderschüler. Vor allem diese „Zwischenschüler“ sind an der IGS gut aufgehoben.

Weniger Abgänger ohne Abschluss

Weniger Schülerinnen und Schüler verlassen die Schule ohne Abschluss: In Niedersachsen liegt die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die eine IGS ohne Abschluss verlassen, unter 2%. Einige IGSn schaffen es sogar seit Jahren, dass kein Schüler die Schule ohne Abschluss verlässt. Im gegliederten Schulsystem ist der Anteil der Abgänger ohne Schulabschlüsse dagegen um ein Vielfaches höher.

Mehr erweiterte Sek-I-Abschlüsse

An Integrierten Gesamtschulen erreichen erfahrungsgemäß mehr Schülerinnen und Schüler die Zugangsberechtigung zur gymnasialen Oberstufe als im gegliederten System.

Individuellere Förderung

Individuelle Leistungsstärken können besser gefördert, individuelle Schwächen besser behoben werden. Wer beispielsweise in Deutsch schwach ist, kann ja trotzdem in Mathe stark sein. Die Integrierte Gesamtschule sortiert nicht die Schülerinnen und Schüler in drei bzw. vier vermeintlich homogene Gruppen, sondern lässt alle gemeinsam lernen – macht dabei aber leistungsdifferenzierte Lernangebote. Damit lernt jeder in jedem Fach auf seinem eigenen Niveau.

Voneinander Lernen

Starke Schülerinnen und Schüler unterstützen die schwächeren im Rahmen des gemeinsamen Lernens. Dabei bekommen die Schwächeren eine viel bessere Unterstützung, als das im gegliederten Schulsystem möglich ist. Die starken Schülerinnen und Schüler festigen ihr Wissen, indem sie es weitervermitteln – dies ist eine der wesentlichen Forderungen, die heute an eine pädagogische Schulentwicklung gestellt wird.

Kein Sitzenbleiben, kein Abschulen

Integrierte Gesamtschulen sind Schulen ohne Sitzenbleiben und ohne Abschulen. Hier wird eingegliedert, nicht ausgegliedert! „Addiert man überschlägig die [..] Werte für Zurückstellungen, Sitzenbleiben, Sonderschulzuweisungen und Abschulungen, so ergibt sich eine erschreckende Schätzung: Mehr als 40 % unserer Schülerinnen und Schüler machen zwischen der 1. und 10. Klasse mindestens einmal die Erfahrung, von ihrer Lerngruppe aufgrund angeblich mangelnder Fähigkeiten ausgeschlossen zu werden.“ (Klaus-Jurgen Tillmann, Mitglied des PISA-Konsortium nach der PISA-Studie 2003)

Diese bittere, vielfach zerstörerische Erfahrung des Ausgeschlossenwerdens gibt es an der IGS nicht. Das freut auch den Steuerzahler. Nach fundierten Schätzungen kosten die jährlich etwa 250.000 Sitzenbleiber die Bundesländer zwischen einer und 1,25 Milliarden Euro im Jahr. Dabei nicht berücksichtigt: die zusätzlichen Kosten für die Eltern und die Einkommensverluste durch den späteren Eintritt in das Berufsleben.

Integrierte Gesamtschulen sind erfolgreich

Von den ersten 10 Preisträgerschulen des „Deutschen Schulpreises“ waren
– 7 Gesamtschulen (70 hatten sich beworben) und
– 1 Gymnasium (140 hatten sich beworben)

Auch die PISA-Studie hat gezeigt, dass gegliederte Schulsysteme keineswegs zu besseren Leistungen führen. Denn die Länder, die bei PISA am besten abgeschnitten haben, haben Systeme des gemeinsamen Lernens.

Auch wenn man Anmeldezahlen als Indikator für Erfolg nimmt, schneiden Integrierte Gesamtschulen gut ab: Zuletzt wurden in Niedersachsen doppelt so viele Kinder an einer IGS angemeldet wie Plätze zur Verfügung standen.

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